Instagram

von Laura Wegener

Was ist Instagram?unnamed

Instagram ist ein kostenloser Onlinedienst über den Nutzer Fotos und Videos teilen können. Die App wurde 2012 von Facebook aufgekauft. Weltweit nutzen ihn aktuell über 800 Millionen Menschen. In Deutschland zählt der Dienst 15 Millionen Nutzer pro Monat. Besonders Menschen unter 25 Jahren verbringen viel Zeit mit Instagram: Durchschnittlich sind sie mehr als 32 Minuten pro Tag auf Instagram unterwegs und rufen die App 19 Mal auf.

Wie funktioniert es?

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Die Schaltzentrale von Instagram, als mobil geborenes Social Network, ist die App, die für für Android, iOS und Windows Phone verfügbar ist. Allerdings kann man die Inhalte auch via Desktop ansehen, liken oder kommentieren. Das Hochlanden von Inhalten bleibt jedoch der App als Funktionsweise vorbehalten.

Um Instagram nutzen zu können, muss man sich registrieren. Ist man bereits Facebook-Nutzer, kann man sich auch über diesen Account anmelden. Institutionen oder Unternehmen haben zudem die Möglichkeit, ein Businessprofil einzurichten. Dieses bietet im Vergleich zum „normalen“ Profil ein Statistik-Modul (Insights), über das man sich z.B. die Reichweite von Beiträgen, Informationen über die eigenen Abonnenten oder Profilaufrufe usw. anzeigen lassen kann. Auf diese Weise ist es sehr gut möglich, den Erfolg der eigenen Beiträge auszuwerten.

Als User hat man in der App verschiedenen Festures zur Auswahl:

Das Feed Auf der Startseite, gekennzeichnet durch ein Haus in der unteren Leiste, ist das Feed angesiedelt. Hier findet man die Postings der Personen und Institutionen, denen man folgt. Das können sowohl Fotos als auch Videos sein. Die Reihenfolge der angezeigten Posts wird von einem Algorithmus generiert. Zwischen die Posts sind unauffällig Werbeanzeigen eingebettet.

Instagram Stories Instagram Stories ist ein Feature, dass es den Nutzern ermöglicht, Fotos und Videos zu posten, die innerhalb von 24 Stunden wieder verschwinden. Instagram Stories ist auf der Home-Seite oberhalb des eigenen Feeds zu finden und enthält Stories von allen Personen, die man abonniert hat. Das können Freunden und Bekannte aber auch prominente Persönlichkeiten sein.

Suche Die Suche ist gekennzeichnet durch eine Lupe. Sie enthält einen Suchschlitz und einen Explorebereich. In der oberen Leiste werden Stories von Nutzern angezeigt, denen man nicht folgt, die aber interessant sein könnten. Darunter befinden sich den eigenen Interessen und Vorlieben entsprechende Posts, die man „endecken“ kann.

Foto Hinter dem eingerahmten Plus in der Toolbar verbirgt sich die eigentliche Foto-App, mit der man die Aufnahmen machen kann. Es sind Fotos und Videos möglich. Außerdem kann man bereits im Vorhinein getätigte Aufnahmen aus der eigenen „Bibliothek“, d.h. dem Fotospeicher des Smartphones, importieren. Folglich ist es nicht zwingend notwendig, die Foto-App zu nutzen, um Instagram zu nutzen.

Reaktionen Dieses Feature ist gekennzeichnet durch ein Herzchen. Im Vergleich mit Facebook und Twitter ist Instagram die interaktionsstärkste Plattform. Genau diese Interaktionen kann man auf der „Reaktionen“-Seite verfolgen: Wer (von mir abonnierte Personen; Personen, die ich abonniert habe; ich) hat was geliked oder kommentiert? Wer folgt nun wem? Wer hat etwas Neues gepostet? usw.

Die eigenen Profilseite Die eigene Profilseite ist eine Art digitale „Visitenkarte“ auf Instagram und enthält das Profilfoto und ein Textfeld von 150 Zeichen. Diese 150 Zeichen sollte man zum einem nutzen, um weitere Informationen über einen selbst bzw. das Unternehmen oder die Bibliothek zu transportieren. Zum anderen ist es aber auch der Ort, der ggf. andere User überzeugt, die Seite zu  abonnieren. Ebenfalls im Head-Bereich (oberhalb der Visitenkarte) werden Zahlen zum User angeben: Anzahl der Beiträge, Anzahl der Abonnenten, Anzahl der User, die man abonniert hat. Des Weiteren befinden sich unterhalb der Visitenkarte die eigenen Posts.

Wozu kann man es nutzen? Was sind die Stärken?

Mittlerweile gehört Instagram zu den wichtigsten Social-Media-Kanälen vieler Unternehmen und auch Bibliotheken sollten auf dieser Welle mit schwimmen. Größen wie Nike, Zalando oder RedBull bespielen ihre Kanäle dabei regelmäßig mit ansprechenden Inhalten.

Durch die Struktur der App bedingt sieht der User immer nur ein Bild und das zudem noch vollkommen ablenkungsfrei. Jeder Post hat also die Chance of maximale Aufmerksamkeit. Das gerade große Marken in ihrer Marketingstrategie auf Instagram setzen, hat eine entscheidenden Grund: Instagram eignet sich fantastisch für Marken, denn der Anteil der Nutzer, die Marken in sozialen Netzwerken folgen, ist hier am höchsten: 53%.

Außerdem bietet Instagram als reine Foto- und Videoplattform neue Möglichkeiten der Werbung, das so genannte „Scrollytelling“. Hierbei betrachten Nutzer nicht nur einen Foto- oder Videobeitrag, sondern scrollen anschließend auch noch ausgiebig durch das Profil einer Marke und weiterführende Inhalte. So fristet das Instagram-Profil oder die „Visitenkarte“ keineswegs ein Dasein unter Ausschluss der Öffentlichkeit, sondern wird aktiv besucht.

Auch Bibliotheken können diese Trends wunderbar für sich nutzen: Sie können durch Fotos aus dem eigenen Alltag den Kunden ein Gefühl für die Bibliothek geben und das eigene Image verbessern. Kunden entwickeln so eine persönliche Bindung zur Bibliothek und wird zu einer Art „eigenen Marke“. Da besonders die personalisierte Werbung bei Instagram im Fokus steht (Stichwort Influencer), wirken besonders Bilder mit Personen darauf und erreichen eine hohe Reichweite.

Neben dem Alltag kann man natürlich wunderbar die eigenen „Produkte“, das heißt angebotene Services und Medien präsentieren oder Veranstaltungen bewerben.

Trotz all dem ist Reichweite bei Instagram ein großes Stichwort. Der Algorithmus, der das Erscheinen der Posts im Feed eines Abonnenten regelt, bezieht die Reichweite und

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Abonnentenzahl zu großen Teilen mit ein. Beiträge von Accounts mit vielen Followern erscheinen also häufiger im Feed, als Beiträge von Accounts mit wenigen Followern.

Um diesem Problem zu begegnen, kann man mit seiner Bibliothek z.B. an Challenges teilnehmen wie z.B. die Loewe-Buchstapel-Challenge vom Loewe Verlag. Dabei werden andere Nutzer, die vielleicht dem Loewe Verlag folgen oder einem der anderen Teilnehmer auf einen aufmerksam.

Eine andere Möglichkeit ist es, sich an speziellen, zum Teil internationalen Tagen zu beteiligen. Ein Beispiel ist der #bookfacefriday. Auch hierbei profitiert man von einer großen Community.

Wozu sollte man es besser nicht nutzen? Was sind die Grenzen?

Ungeeignet ist Instagram für lange Textbeiträge oder sehr lange Videos genauso wie für eintönigen Content. Möchte man z.B. einen Artikel veröffentlichen, sollte man einen anderen Social-Media-Dienst wählen. Für Videos eignet sich beispielsweise YouTube.

Mein Fazit

Zusammenfassend kann man also festhalten, dass Instagram DER Social-Media-Dienst ist, um junge Menschen besonders bis 25 Jahren zu erreichen. Um diese Chance zu nutzen, sollte man als Bibliothek vielfältige Bildinhalte regelmäßig veröffentlichen und sich immer wieder auch an Aktionen beteiligen.

Quellen

https://allfacebook.de/instagram/instagram-nutzer-deutschland (zuletzt abgerufen am 26.11.2017)

http://blog.globalwebindex.net/chart-of-the-day/half-of-instagrammers-follow-brands/(zuletzt abgerufen am 26.11.2017)

https://upload-magazin.de/blog/ausgaben/instagram-fuers-business/(zuletzt abgerufen am 26.11.2017)

https://books.google.de/books?id=PYkwDwAAQBAJ&pg=PT69&lpg=PT69&dq=Curt+Simon+Harlinghausen+instagram&source=bl&ots=Di1Ez1vp4s&sig=ehKSzT-prI8T9CsF3mx2kXBjHGg&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjw9_WBjLzXAhXL2BoKHQyzBF04ChDoAQglMAA#v=onepage&q&f=false(zuletzt abgerufen am 26.11.2017)

https://www.quintly.com/blog/2017/06/benchmark-study-2017-trends-social-media/(zuletzt abgerufen am 26.11.2017)

http://www.focus.de/thema/instagram/(zuletzt abgerufen am 26.11.2017)

https://www.youtube.com/watch?v=J7R6ivq6JeA(zuletzt abgerufen am 26.11.2017)

https://blog.bufferapp.com/instagram-stories(zuletzt abgerufen am 26.11.2017)

https://www.golem.de/news/keine-chronologie-mehr-instagram-aendert-die-anzeigereihenfolge-1606-121298.html (zuletzt abgerufen am 26.11.2017)

https://books.google.de/books?id=8UhA9_rmw58C&pg=PA14&lpg=PA14&dq=foto+video+sharing+platform&source=bl&ots=rgiMQYIyjP&sig=INdWR6ieKLkOBI0YGfXPwrxDkhs&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwivrtT_7NvXAhXSZFAKHWQADXIQ6AEIUTAM#v=onepage&q=foto%20video%20sharing%20platform&f=false(zuletzt abgerufen am 26.11.2017)

http://www.giga.de/apps/instagram-fuer-android/specials/wie-funktioniert-instagram-leicht-verstaendlich-erklaert/(zuletzt abgerufen am 26.11.2017)

http://www.futurebiz.de/artikel/instagram-business-profile-so-aktiviert-ihr-euer/(zuletzt abgerufen am 26.11.2017)

 

 

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7 Gedanken zu “Instagram

  1. Liebe Laura,

    dein Artikel informiert sehr umfassend , aber dennoch nicht zu detailliert über die Aufmachung und Funktionsweise der App Instagram. Der Text ist sehr gut gegliedert, mittels einzelner Überschriften und fettgedruckter Schlagworte. Angefangen bei einer kurzen allgemeinen, über eine Führung durch die Benutzung der App-mit welcher man direkt mit dem Posten starten könnte, bis hinzu Vor- bzw. Nachteilen, enthält der Artikel alles was man über den Socialmediadienst Instagram wissen muss.
    Dazu möchte ich positiv hervorheben, dass man durch den überzeugenden Grundtonus des Textes direkt Lust bekommt sich die App herunter zu laden.

    Liebe Grüße aus Hamburg,

    L.O.

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  2. MdB schreibt:

    Liebe Laura,
    ich finde schon den Anfang in deinem Beitrag sehr gelungen! Die Auflistung der Statistik wie oft man Instagram aufruft und wie viel Zeit man dort verbringt, fand ich sehr interessant! Positiv aufgefallen ist mir auch, dass du einige Bilder zur Erklärung mit einfügt hast. Auch die Struktur war sehr gut, du hast es gut gegliedert und die Wichtigkeit durch die fett markierten Wörter nochmal hervorgehoben.
    Liebe Grüße,
    MdB

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  3. SK schreibt:

    Ein wirklich schöner Artikel wie ich finde! Besonders das Vorstellen der einzelnen Features der App hat mir gefallen, denn auch wenn ich die App sehr gerne nutze, war mir gar nicht klar, wie viel doch in ihr steckt. Auch die vielen Beispiele für die Nutzung der App, wie z.B. den BookFaceFriday finde ich sehr interessant.
    Ich kann mich dir nur anschließen und merke aus eigener Nutzung, dass über Instagram eine Vielzahl von jungen Nutzern erreicht werden kann und Bibliotheken sich dies zu nutzen machen sollten.

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  4. Siegerin schreibt:

    Hallo Laura,

    dein Beitrag zu Instragram stellt ein gelungener Beitrag im Rahmen der Social Media Dienste dar. Die Gliederung ist gelungen, durch die Hervorhebung fettgedruckter Worte.
    Es ist sehr lang aber sehr informativ und für Interessierte geeignet. Den Bezug zu Bibliotheken hast du gefunden.

    Du schreibst: „Das Hochlanden von Inhalten bleibt jedoch der App als Funktionsweise vorbehalten.“ Das war eine Zeitlang so, mittlerweile gibt es spezielle,zwar open Source Software jedoch kostenpflichte wenn der ganze Umfang des programms genutzt werden soll z.B.:
    http://www.chip.de/downloads/Grids-Instagram-fuer-Windows_81027865.html

    Als weiterführender Inhalt wäre „Recht am eigenen Bild“ein weiterer Punkt, der viele Bibliotheksmitarbeiter interessiert, die in Erwägung ziehen ob sie Instagram nutzen möchten,wenn Bibliotheken Bilder von anderen Menschen und von Veranstaltungen posten.

    Viele Grüße
    Siegerin

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    • Pippo schreibt:

      Danke Siegerin, dass du den Punkt mit den eigenen Rechten nochmal angesprochen hast. Privat interessiert mich hier denn auch, ob Instagram automatisch die Rechte an unseren eigenen hochgeladenen Fotos erhält sobald man sie hochlädt? Das hat mir meine Kollegin mal erzählt. Weißt du da mehr, Siegerin, oder auch Laura?
      Ansonsten möchte ich dich Laura nochmal für deinen informativen und sehr ausführlichen Beitrag danken. In deiner Schreibweise sprühst du nur so von positiver Motivation, auch im Hinblick darauf wie man die App alles nutzen kann. Da bekomme ich doch auch gleich Lust mitzumachen!

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      • Weg schreibt:

        Liebe Pippo,

        vielen Dank für Deinen Kommentar! Ich habe mich ein wenig in den Nutzungsbedingungen von Instagram schlau gelesen. Laut Absatz 1 in dem Abschnitt „Rechte“ gewährst man Instagram „eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, weltweite Lizenz zur Nutzung jedweder IP-Inhalte, die du auf Instagram postest“ (1). Für mich heißt das, dass zwar das eigene Urheberrecht am Bild erhalten bleibt, man aber Instagram mit dem Posten automatische eine Erlaubnis erteilt, das Bild weiterzuverwenden. Ziemlich erschreckend, wenn man das mal wirken lässt!

        Quelle (1) : https://help.instagram.com/478745558852511?helpref=page_content (zuletzt abgerufen am 13.12.2017)

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  5. SophyHoev schreibt:

    Wie in den anderen Kommentaren schon erwähnt ein gutgeschriebener Artikel.

    Die fett markierten Worte lockern den Text auf und sind aber auch als „Gliederungspunkte“ sehr gut eingebracht worden.

    Die zwei Absätze mit der Funktion für Unternehmen könnten ein wenig kürzer sein.

    Wie Bibliotheken Instragram ist sehr ausführlich geschrieben und informiert wirklich konkret wie in eine Bibliothek Intragram nutzen kann. Sehr schön sind an dieser Stelle auch die konkreten Beispiele.

    Wie Siegerin bereits erwähnt hat ist der Text ein wenig lang, enthält daür aber viele Informationen.
    Trotz seiner Länge lässt sich der Text gut lesen, ohne das man hofft, dass der Text endlich zu Ende geht.

    Die Bilder im Text sind sehr gut integriert und lockern den Text auf.

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